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Betten

Schlafmagazin

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Wie Sie Demenz im Schlaf vorbeugen können

Februar 28, 2018 / von: Sabine Helm / Kommentare (0)

Neue Studien belegen: Wer viel schläft, fördert das Gedächtnis und erkrankt seltener an Demenz.

Der Gedächtnisverlust im Alter ist gefürchtet und kann durch unterschiedliche Komponenten begünstigt werden. Eine davon ist zu wenig oder schlechter Schlaf – das belegen inzwischen mehrere Studien.

Bekannt ist, dass Alzheimer und Demenz vor allem durch Plaques – dem sogenannten Beta-Amyloid-Protein – verursacht werden, die während des Gehirnstoffwechsels entstehen. So beschäftigten sich etwa Forscher der Universität Berkeley in Kalifornien intensiv mit der Frage, inwieweit Schlafmangel an der Entstehung dieser Plaques beteiligt ist. Für die Studie wurden 26 gesunde Teilnehmer im Alter von 65 bis 81 Jahren untersucht. Die Wahrscheinlichkeit der Plaque-Bildung im Gehirn wurde anhand von Gehirnscans eingestuft.

Schlaf-gut Ratgeber

Die Nachricht für Menschen, die an Schlafproblemen leiden, ist nicht gut. Denn die Forscher fanden heraus, dass das Gehirn während des Schlafes kleiner wird, um der Gehirnflüssigkeit in dieser Zeit mehr Platz zu geben, die angefallenen Stoffwechselprodukte zu entsorgen. Wer zu wenig schläft, hemmt also diesen Gehirnstoffwechsel, womit sich diese gefährlichen Plaques anlagern können, denn diese beeinträchtigen die Übertragung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in den Langzeitspeicher und können dadurch langfristig zu Alzheimer führen.

Alzheimer entsteht über viele Jahre

Wissenschafter gehen davon aus, dass die Entstehung von Alzheimer zwischen 20 und 30 Jahren dauert – die Voraussetzungen für den Gedächtnisschwund werden also bereits in jungen Jahren gelegt. Das mag nun wenig erfreulich für alle Menschen klingen, die an Schlafproblemen leiden. Doch die gute Nachricht ist, dass genau ein erholsamer und ausgiebiger Schlaf das Risiko stark minimiert, im Alter an Demenz zu erkranken. Und jeder Mensch hat Möglichkeiten, einen gesunden Schlaf zu finden.

Allerdings, so fanden die Forscher auch heraus, ist es mit steigendem Alter zunehmend schwieriger, gut zu schlafen. Menschen, die bereits an Demenz erkrankt sind, klagen ebenso häufiger über Schlafstörungen. So hatten die Forscher aus Berkely auch herausgefunden, dass die Probanden weniger Zeit im Tiefschlaf verbrachten, je stärker sich Beta-Amyloid bereits im Gehirn – insbesondere im Bereich des medialen frontalen Kortex – abgelagert hatte.

Demenz und schlechter Schlaf verstärken einander also gegenseitig. Allerdings führt schlechter Schlaf nicht automatisch zu Demenz!

Schlaf ist so wichtig wie Bewegung und Ernährung

Jedenfalls ist es wichtig, dem gesunden Schlaf einen ausreichend großen Stellenwert im Lebensstil zu geben. Denn leider ist die Ansicht, das „Schlaf überbewertet werde“, gerade bei Vielbeschäftigten weit verbreitet. Gesunder Schlaf ist ebenso bedeutsam wie regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung. Wer also über längere Zeit weniger als sechs Stunden täglich schlafen kann oder die Unterbrechung des Schlafens nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel geworden ist, sollte die Ursachen dafür ergründen und einen Arzt aufsuchen.

Experten wissen, dass viele Menschen bereits im mittleren Alter die Fähigkeit, gesund und erholsam zu schlafen, verlieren.

Tageslicht hilft, um abends besser zu schlafen

Was kann also jeder tun, um vom Schlecht-Schläfer zum Gut-Schläfer zu werden? Um den zirkadianen Rhythmus – also den Schlaf-Wachzyklus – in Balance zu bringen, ist viel Tageslicht hilfreich. So erwirkt zum Beispiel ein spezieller Empfänger in der Netzhaut des Auges die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, wenn es dunkel wird. Licht beeinflusst und synchronisiert also die „innere Uhr“ des Menschen, den zirkadianen Rhythmus. Er wird durch den Wechsel von Tag und Nacht gesteuert und reguliert aktive und passive Phasen.

Auch die Ernährung und der mentale Zustand spielen eine wichtige Rolle, um gut und und erholsam schlafen zu können.

Fazit Demenz im Schlaf vorbeugen:

Das Risiko für Demenz und Alzheimer kann durch ausreichend und erholsamen Schlaf wissenschaftlich erwiesen minimiert werden. Verantwortlich dafür ist der Gehirnstoffwechsel, der während des Schlafens optimiert wird. Wer an Schlafproblemen leidet, sollte sich mit den Ursachen auseinandersetzen und Strategien umsetzen, um die Schlafqualität zu verbessern.  

 

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